Fr. 20.07. - Wells Gray Provincial Park

Wo ist Ralph? Ich wache alleine mit Jona im Camper auf, es regnet und Ralph ist weg. Es ist schon nach 9 und unser kleiner Wecker hat anscheinend keine Batterie mehr. Daher bemühe ich mich, ihn möglichst schnell mit Haferbrei aufzuladen. Derweil taucht auch Ralph wieder auf, der um sieben aufgewacht ist um 8:00 Uhr den Camper verlassen hat, ohne dass ich es gemerkt habe, um 9:00 Uhr noch mal nach dem Rechten gesehen hat, verwundert, dass sich noch immer keiner gemeldet hat auf seine Nachricht und sich jetzt selber langsam Sorgen macht, ob Jona und Britta nicht vielleicht in Winterschlaf gefallen sind. Wir schreiben noch schnell ein neues Kapitel der Geschichte „Britta und ihr Cappuccino in Kanada“, indem wir beschließen, heute im Restaurant zu frühstücken um dann festzustellen, dass dieses soeben geschlossen hatte. Dass es immerhin einen richtigen Kaffee an der Rezeption gab, hat Britta übersehen. Also noch mal zurück. Endlich sitzen wir im Camper und wollen mit einem echten Kaffee frühstücken. Wir, das sind Britta und Ralph. Jona findet Becherschmeissen viel besser! Das war’s dann auch diesmal mit dem guten Kaffee für Britta.


Bevor wir losfahren, lassen wir Jona erst mal richtig auf dem Spielplatz austoben. 


Jetzt geht’s los in den Wells Gray Provincial Park. Weil Jona schläft und das Wetter nicht gut ist fahren wir an unserem ersten Aussichtspunkt vorbei bis zu den Moul falls. Britta fehlt der Nudelsalat zum Frühstück - sie ist schlapp und KO. Ich kann sie aber dazu überreden, trotz angekündigter Mückenplage extremen Ausmaßes die 3 km Wanderung mitzumachen. Also packen wir uns ein und Jona einen Buggy und laufen vermummt los.


Der Weg wird immer schwieriger, wir müssen den Buggy im Gebüsch stehen lassen. Ich befürchte schon, dass dieser Trip ein totaler Reinfall wird, aber dann werden wir positiv überrascht. Der erste Blick auf den Wasserfall lässt schon erahnen, dass es hier sehr schön sein wird.

Wir müssen noch ein bisschen kraxeln, aber dann haben wir einen tollen Blick auf einen tollen Wasserfall. Und man kann, wenn man nicht wasserscheu ist sogar hinter ihm her gehen.



Auch Jona ist begeistert!



Britta ist zu kaputt, aber ich wage den glitschigen Pfad hinter dem Wasserfall – Schließlich habe ich ja eine gute Regenjacke! Schnell schlägt mir die Gischt ins Gesicht und der Wind lässt einen kaum atmen. Aber ein toller Anblick entschädigt.



Ich komme bis auf die andere Seite, aber weil mir kalt ist mache ich mich auch direkt wieder auf dem Rückweg.





Die Regenjacke hat tatsächlich durchgehalten, aber an den Beinen bin ich nass bis auf die Knochen.


Noch schnell ein Abschiedsfoto, dann drängel ich zum Aufbruch - ohne Wechselklamotten ist mir nämlich kalt.

Wir gehen zurück zum Auto und müssen feststellen, dass das schlechte Wetter uns mückentechnisch wahrscheinlich ein bisschen gerettet hat - Mit circa 5 Stichen sind wir hervorragend weggekommen.
Wir fahren zu den Spahat Falls, wo Britta eigentlich gar nicht mehr aussteigen will. Am Aussichtspunkt hat aber ein niederländisches Pärchen einen Imbiss aufgemacht und lockt mit belgischen Waffeln, Pommes und Weißwurst. Da muss ich natürlich aussteigen. Bevor ich meine Bestellung aufgebe, renne ich noch schnell die paar Meter durch den Wald, um wenigstens einen schnellen Blick auf den Wasserfall zu werfen. Ich bin überrascht, es ist fantastisch. Ein riesengroßer Kessel mit einer kleinen Schlucht aus der sich der Fluss in die Tiefe stürzt. Wunderschön.






Zurück am Auto überrede ich Britta doch auch schnell zum Aussichtspunkt zu laufen, während ich die Bestellung aufgebe. Als die Pommes geliefert werden, macht Jona riesengroße Augen. Hilfe! Bevor er das ganze Tablett abräumt gebe ich klein bei, und besteche ihn mit einer Pommes. Wenn Britta das wüsste...  Cappuccino gibt es übrigens (natürlich) nicht, aber wir lassen uns die Pommes mit Würstchen schmecken! 
So, jetzt aber schnell los, vielleicht schaffen wir es ja noch bis zum Loona Bay Resort, wo die Weckes gerade eine tolle Zeit haben, wie Sie schrieben.
Nach anderthalb Stunden haben wir es tatsächlich geschafft und stellen uns einfach zu den Weckes auf den Stellplatz. Stört hier niemanden. Der Grill ist schon lange an, wir schmeißen einfach ein paar Hamburger drauf - die müssen ja weg! Wir steuern noch eine große Tafel belgische Schokolade bei und lassen den Abend zusammen bei Bier und Wein ausklingen. 

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